Gemeinsam gegen Armut

Vor den Sportferien konnten wir die Winterthurer Bildungsstrategie präsentieren. Es geht um Personen, die keinen Lehrabschluss und keine Matur haben. Diese sind häufiger auf Sozialhilfe angewiesen und von Armut betroffen. Die Stadt möchte diese Menschen nach dem Grundsatz «Arbeit dank Bildung» unterstützen. Indem sie die Möglichkeit erhalten, noch fehlende Grundkompetenzen nachzuholen. Dazu gehören Lesen, Schreiben, Rechnen, mündliche Ausdrucksfähigkeit in deutscher Sprache und die Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien. Das Schliessen von Lücken in diesen Bereichen erhöht die Chancen, eine Stelle zu finden. Oder die Stelle zu behalten.

Dass dies wichtig ist, zeigt die Studie, auf deren Erkenntnissen die Bildungsstrategie erstellt wurde: Auch in Zukunft wird es in Winterthur in den Dienstleistungsbranchen, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Verkehr und in der Lagerei Arbeitsstellen geben. Aber auch dort steigen die Anforderungen. Hier setzt unsere Bildungsstrategie an: Zuerst geht es darum, die Personen zu erreichen, um dann den Bildungsbedarf abzuklären, sie zu beraten und die benötigte Bildung zu ermöglichen. Basis ist die Vernetzung der beteiligten Stellen: städtische, kantonale, private, kirchliche und gemeinnützige Partner:innen, sozialen Institutionen und Firmen und KMU aus der Region. Mit ihnen haben wir die Bildungsstrategie erarbeitet, Ziele festgelegt und Massnahmen entwickelt. Das ist die beste Voraussetzung, um diese Massnahmen gegen Armut nun gemeinsam weiterzubearbeiten und umzusetzen. Ein grosses Dankeschön an alle Beteiligten für ihren wertvollen Einsatz und ihre Mitwirkung.

Nicolas Galladé, Stadtrat, Vorsteher Departement Soziales